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Fragen an den Unternehmer. Heute: Kai Bernstein

Das Format "Fragen an den Unternehmer" hat zum Ziel, Unternehmer mit ihren Unternehmen vorzustellen. Auf sieben Fragen werden Antworten auf wesentliche Einstellungen und Meinungen gegeben; persönlich, authentisch und unterhaltsam. An der Reihe, die sich im Abstand von zwei Monaten fortsetzt, können alle UNH-Mitglieder teilnehmen. Wir setzen die Serie fort mit Kai Bernstein. Er ist Geschäftsführer unseres Mitgliedsunternehmens BCIS IT-Systeme GmbH & Co. KG in Kassel.

Herr Bernstein, seit wann besteht Ihr Unternehmen, wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie und was bietet das Unternehmen?

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Kai Bernstein, Geschäftsführer der BCIS IT-Systeme GmbH & Co. KG in Kassel

Die heutige BCIS habe ich 1996 gegründet. BCIS ist spezialisiert auf Digitalisierung von Unternehmen und Prozessen im Bereich Dokumenten Management. Unsere Kunden sind mittelständische Unternehmen im deutschsprachigen Raum. Aktuelle Schwerpunkte sind neben digitalen Akten die automatische Eingangsrechnungs-Verarbeitung bis zum Buchungsstapel und digitales Vertragsmanagement.

Wie sind Sie zum Geschäftsführer geworden? Wie war Ihr bisheriger Werdegang?

Ich habe mich mit 21, damals noch in Ausbildung zum Steuerfachangestellten, selbständig gemacht und ab Anfang der 2000er die heutige BCIS aufgebaut.

Was schätzen Sie daran, Geschäftsführer zu sein?

Gestaltungsfreiheit, Verantwortung übernehmen, eigene Ideen umsetzen und Ziele erreichen gehören für mich zu den größten Benefits als Geschäftsführer.

Wie viel Freizeit haben Sie und was machen Sie damit?

Da ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe, ist der Übergang von Beruf und Freizeit fließend. Meine Familie und ich reisen gern, im Alltag schätze ich Spaziergänge mit unserem Hund. Meine Vorliebe für schnelle Autos führen mich ab und zu auch auf die Rennstrecke.

Welches sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen für unsere Region und haben Sie Lösungsansätze?

Der digitale Ausbau der Infrastruktur mit schnellem Internet mobil und über Glasfaser. Es ist die Voraussetzung für Cloud-Dienste, Internet of Things und autonomes Fahren. Statt die 5G Mobilfunk-Lizenzen zu versteigern, die im Übrigen, technisch bedingt, nur eine geringe Reichweite haben, sollten die Milliarden besser in den Netzausbau investiert werden. Das würde der Wirtschaft auch in Nordhessen sehr zu Gute kommen.

Warum sind Sie Mitglied im Unternehmerverband geworden, und was schätzen Sie besonders am UNH?

Ich bin erst seit diesem Jahr Mitglied. Die Kombination aus attraktiven Angeboten und der Möglichkeit, sich mit anderen Unternehmern über Erfahrungen, Ideen und Perspektiven auszutauschen, haben mein Interesse geweckt und mich überzeugt.

Wie könnte man Ihrer Meinung nach den Unternehmergeist bei Jugendlichen wecken?

Es sollte ein Schulfach Unternehmertum eingeführt werden, um schon früh Ansichten und Wertvorstellungen zu prägen, die Selbstständigkeit, Wagnis und eigenes Business zu etwas Erstrebenswertem machen.

Vielen Dank, Herr Bernstein!

Das Interview führte Frauke Syring, M.A.
Unternehmerverband Nordhessen e. V. (UNH)

 

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