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Fragen an den Geschäftsführer: Heute Claus Umbach

Das Format "Fragen an den Unternehmer" hat zum Ziel, Unternehmer mit ihren Unternehmen vorzustellen. Auf sieben Fragen werden Antworten auf wesentliche Einstellungen und Meinungen gegeben; persönlich, authentisch und unterhaltsam. An der Reihe, die sich im Abstand von zwei Monaten fortsetzt, können alle UNH-Mitglieder teilnehmen. Wir setzen die Serie fort mit Claus Umbach. Er ist Geschäftsführer unseres Mitgliedsunternehmens Sport- und Gesundheitszentrum Umbach GmbH in Baunatal.

Herr Umbach, seit wann besteht Ihr Unternehmen, wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie, und was bietet das Unternehmen?

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Claus Umbach, Geschäftsführer der Sport- und Gesundheitszentrum Umbach GmbH in Baunatal

Das Sport- und Gesundheitszentrum in Baunatal wurde 1983 gegründet und zu einer innovativen Sport-, Fitness- und Gesundheitsinstitution ausgebaut. Durch unsere Aktivitäten konnte das jetzige Gebäude in drei Abschnitten von 1983 über 1991 bis 1996 aufgebaut werden. Ein Fitness- und Kraftsportzentrum wurde so zu einer multifunktionalen Anlage mit Schwerpunkten in Prävention, Rehabilitation und spezifischen Gesundheitssportangeboten.

Natürlich wurde der ursprüngliche Gedanke, ein leistungsorientiertes Kraftsport- und Athletiktraining anzubieten, nie vergessen. Dies zeigen auch heute noch die vielen Leistungssportler unserer Region, die betreut werden. Im Hause Sport- und Gesundheitszentrum konnte darüber hinaus eine qualifizierte Physiotherapie sowie eine große orthopädische Arztpraxis angesiedelt werden, die das gesamte Spektrum abrunden.

Unter dem Dach des Zentrums sind weitere eigenständige Unternehmen und Vereine angesiedelt. Neueste Entwicklungen haben die Deutsche Berufsakademie Sport und Gesundheit entstehen lassen. So kann auf der Basis einer optimalen Infrastruktur ein duales Sportstudium mit Bachelorabschluss angeboten werden.

Im Sport- und Gesundheitszentrum direkt sind zurzeit acht Mitarbeiter beschäftigt.

Wie sind Sie zum Geschäftsführer geworden? Wie war Ihr bisheriger Werdegang?

Das ist eine sehr gute Frage. Da ich in meinem ersten Berufsleben 40 Jahre lang ein gestandener Lehrer und Sekundarstufenleiter im hessischen Schuldienst war, konnte ich alles, was ich geleistet habe, "nur" ehrenamtlich tun. Eine Position in der Firma war durch meine berufliche Situation nicht möglich. Somit war der Weg zur Geschäftsführung erst 2014 frei. Dieser Weg hat aber rückblickend dem Unternehmen nicht geschadet und mich frisch und kreativ gehalten.

Was schätzen Sie daran, Geschäftsführer zu sein?

Etwas Eigenständiges auf die Beine stellen, ein Programm zu initiieren oder selbstentwickelte Konzepte in die Tat umzusetzen, das habe ich immer schon gerne gemacht. Dazu habe ich Verantwortung übernommen und sehr oft Rückgrat gezeigt. Letztlich haben meine studierten Fächer Mathematik, Physik und Sport mir die Grundlage gegeben, gepaart mit meinen persönlichen Neigungen, etwas Größeres zu initiieren.

Ich habe mich ja nicht in ein "gemachtes Bett" gelegt, sondern habe alles mit Partnern und Familie selbst aufgebaut.

Wie viel Freizeit haben Sie und was machen Sie damit?

In meiner Freizeit treibe ich am liebsten Sport. Auf ein Jahr gesehen trainiere ich viermal pro Woche und das ca. 1,5 Stunden lang. Ich habe mein Leben lang trainiert. Von der Jugend gestartet mit Leichtathletik, dann leistungsmäßig gerudert und danach intensiv Gewichtheben betrieben. Training ist für mich Lebenselixier. Daraus schöpfe ich meine Leistungsfähigkeit, Umtriebigkeit und ganz einfach mein körperliches und geistiges Wohlbefinden.

Regelmäßiges, vielseitiges Fitnesstraining macht geistig rege und verhindert eine frühe Alterung. Natürlich reise ich auch gern in südeuropäische Gefilde und wandere am liebsten im Allgäu. Ansonsten arbeite ich sehr gerne und bin ein ambitionierter Autofahrer.

Welches sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen für unsere Region und haben Sie Lösungsansätze?

Wir dürfen nicht zum Spielball der Konzerne werden. Durch unsere hervorragende geographische Lage in der "Mitte" Deutschlands müssen wir unsere Industrien zukunftsfähig ausbauen. Wir sind dabei, unsere Infrastruktur auszubauen, um damit junge Leute in der Region zu binden. Die umfassenden Bildungsangebote vom qualifizierten Kindergarten über niveauvolle Schulen, duale Ausbildungsgänge sowie duale Bachelorstudiengänge bis zur Universität in Kassel und Marburg bilden die Fachkräfte aus, die für die komplexer werdenden Tätigkeiten gebraucht werden. Wenn wir uns auf unser Können und unsere Kreativität konzentrieren, ist mir um die Zukunft nicht bange. Auch ein bisschen mehr Glasfaser darf dabei sein!

Warum sind Sie Mitglied im Unternehmerverband geworden, und was schätzen Sie besonders am UNH?

Zum einen schätze ich die Gemeinschaft von Gleichgesinnten, denn als Verband sind wir stärker und können Macht ausüben. Zum anderen hat mich die Leistungsfähigkeit des UNH mit seinem Management überzeugt. Dieser Verband ist für seine Mitglieder da und das finde ich besonders lobenswert.

Wie könnte man Ihrer Meinung nach den Unternehmergeist bei Jugendlichen wecken?

Ich sehe das Problem wie im Sport. Wenn dort gewisse Dinge nicht von Kindesbeinen an erzogen und geübt werden, dann haben wir später übergewichtige Menschen.

Wenn Kinder und Jugendliche eine strukturierte und leistungsorientierte Erziehung genießen, Persönlichkeit und Verantwortungsgefühl entwickeln, dann würden schon gute Grundlagen gelegt.

Unternehmergeist hat nicht unbedingt mit modernen "Youtubern" zu tun. Diese agieren sehr oft allein und egoistisch. Wenn wir uns die Region anschauen, dann brauchen wir vor allem Menschen mit Engagement und Weitblick, die in der Lage sind, Unternehmen zu leiten bzw. auch fortzuführen.

Vielen Dank, Herr Umbach!

Das Interview führte Frauke Syring, M.A.
Unternehmerverband Nordhessen e. V. (UNH)

 

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