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Fragen an den Unternehmer: Heute Bernhard Schwechel

Das Format "Fragen an den Unternehmer" hat zum Ziel, Unternehmer mit ihren Unternehmen vorzustellen. Auf sieben Fragen werden Antworten auf wesentliche Einstellungen und Meinungen gegeben; persönlich, authentisch und unterhaltsam. An der Reihe, die sich im Abstand von zwei Monaten fortsetzt, können alle UNH-Mitglieder teilnehmen. Wir setzen die Serie fort mit Bernhard Schwechel. Er ist ein Geschäftsführer unseres Mitgliedsunternehmens FACT GmbH in Kassel.

Herr Schwechel, seit wann besteht die FACT Gruppe, wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie und was bietet FACT?

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Bernhard Schwechel. Er ist ein Geschäftsführer der FACT GmbH in Kassel.

FACT wurde 2007 gegründet. Wir beschäftigen rund 70 Mitarbeiter in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Rechtsberatung. Mit vielen Mandanten verbindet uns eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. Neben der Unterstützung unserer Mandanten im Tagesgeschäft haben wir uns auf die Themen Steueroptimierung, Verrechnungspreise, Unternehmenskäufe und -verkäufe und auf Fragestellungen im Bereich der Unternehmensnachfolge spezialisiert.

Aktuell beschäftigen wir uns besonders mit Fragen der Digitalisierung im Rechnungswesen, der Prüfungen von IT-Systemen und der Einführung von Tax-Compliance-Management Systemen.

Wie sind Sie zum Unternehmer geworden? Wie war Ihr bisheriger Werdegang?

In den freien Berufen ist es häufig immer noch so, dass nach einigen Jahren im Beruf das Angebot einer Beteiligung erfolgt. Bei mir ergab sich 1999 die Gelegenheit, mich an einer Kanzlei zu beteiligen. Im Laufe der Jahre war es dann so, dass wir uns bei FACT zu einer Partnerschaft zusammengefunden haben.

Was schätzen Sie daran, Unternehmer zu sein?

Ganz einfach: Ich schätze daran, frei zu sein. In keiner anderen Position hat man diesen Gestaltungsspielraum. Für Mandanten zu arbeiten, mit Mitarbeitern nach Lösungen zu suchen, das ist immer noch faszinierend. Unmittelbar Verantwortung zu tragen für das Unternehmen, für Mitarbeiter und Mandanten ist immer auf´s Neue eine Herausforderung. Auf internationaler Ebene, mit Partnern aus anderen Ländern in Projekten zu arbeiten, bereitet besondere Freude.

In einer Partnerschaft, wie bei FACT, ist man nie allein Unternehmer, die Abstimmung mit den Kollegen bildet einen wichtigen Baustein für unsere Entwicklung.

Wie viel Freizeit haben Sie, und was machen Sie damit?

Freizeit gibt es tatsächlich! Die verbringe ich mit meiner Frau und mit unseren Kindern; oft beim Fußball, Mountain-Bike oder beim Ski. Und ein Buch fährt immer mit.

Welches sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen für unsere Region und haben Sie Lösungsansätze?

Die größte Herausforderung ist, allerdings nicht nur in unserer Region, das Niveau von Kindergärten, Schulen und Universitäten, also des Bildungsbereiches, stark zu verbessern. Das gelingt, indem Ziele klar definiert und Kompetenzen stärker an die Entscheidungsträger vor Ort verlagert werden und indem regelmäßige Evaluierungen stattfinden.

In diesen Prozess sind idealerweise Unternehmen mit eingebunden, so dass ein regelmäßiger Austausch stattfindet, z. B. auch über Patenschaften.

Unsere Region würde des Weiteren von einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen der Stadt Kassel und den benachbarten Landkreisen profitieren, indem man versucht, sehr gegenläufige Trends, wie  z. B.  am Wohnungsmarkt, auszugleichen.

Warum sind Sie Mitglied im Unternehmerverband geworden, und was schätzen Sie besonders am UNH?

Der UNH ist eine ideale Plattform für einen Austausch mit anderen Unternehmern. Der Umstand, dass dabei Unternehmen aus vielen unterschiedlichen Branchen vertreten sind, langjährige Familienunternehmen genauso wir Start-ups, macht es dann besonders interessant.

Wie könnte man Ihrer Meinung nach den Unternehmergeist bei Jugendlichen wecken?

Das sollte in der Schule beginnen, indem die Bedeutung von Unternehmern und Unternehmen für unsere Gesellschaft viel stärker thematisiert wird. Wir sollten die für die Gründung von Unternehmen notwendigen Eigenschaften wie Freude am Gestalten, Neugier und Mut zum Risiko bei unseren Kindern fördern. In einem Umfeld, in dem unternehmerisches Handeln und Initiative geschätzt werden und Jugendliche sich herausgefordert und motiviert fühlen, entsteht Neues.

Vielen Dank, Herr Schwechel!

Das Interview führte Frauke Syring, M.A.
Unternehmerverband Nordhessen e. V. (UNH)

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