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28.09.2018

Kümpel: „Gute Entwicklung in Kassel ist nur die halbe Wahrheit. Sie darf nicht über die schlechte Platzierung im Hessenvergleich hinwegtäuschen.“

Kassel. „In der documenta Stadt Kassel gibt es noch immer 7.643 Arbeitslose. Das sind genau 7.643 zu viel. Gerade jetzt, wo die Unternehmen händeringend nach Arbeitskräften suchen, stehen die Chancen gut, den Eintritt von der Arbeitslosigkeit in Beschäftigung zu schaffen. Selbst für Arbeitslose ohne oder nur mit geringen Fachkenntnissen sollte dies möglich sein. Voraussetzung hierfür ist allerdings die Bereitschaft der Betroffenen, sich dieser Aufgabe zu stellen. Unterstützung zur passgenauen Qualifizierung gibt es von vielen Seiten“, kommentiert Jürgen Kümpel, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände in Nordhessen, die aktuelle Entwicklung des Arbeitsmarktes.

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Jürgen Kümpel, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V. (VhU) in Nordhessen
Kümpel gibt jedoch zu bedenken: „Die Arbeitslosenquote in der Stadt Kassel ist in den letzten Jahren durch die Anstrengungen der Arbeitsagentur und der Wirtschaft stark gesunken. Mit 7,1 Prozent belegen wir im hessischen Vergleich „bei Kreisen und kreisfreien Städten“ aber noch immer den vorletzten Platz vor Offenbach mit 8,9 Prozent. Hier gibt es nichts zu beschönigen. Die gute Ent- wicklung in Kassel ist nur die halbe Wahrheit. Sie darf nicht über die schlechte Platzierung im Hessenvergleich hinwegtäuschen.“

Auch beim Vergleich der Arbeitslosenquoten nach Arbeitsamtsbezirken (AA) liege Kassel mit 5,0 Prozent auf dem viertletzten Platz; vor den AA-Bezirken Frankfurt (5,1 Prozent), Offenbach (5,3 Prozent) und Wiesbaden (5,6 Prozent). „Mit 3,1 Prozent steht der AA-Bezirk Bad Hersfeld-Fulda hier an der Spitze. Daran müssen wir uns weiter orientieren“, so Kümpel.

Fragen an: Achim Schnyder

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