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13.03.2019

M+E Nachwuchswettbewerb „Meine Zukunft“: Horizont group siegte zum 4. Mal in Folge

Frankfurt am Main/Baunatal. Im Cineplex-Kino Baunatal wählte die Jury die Sieger im Innovationswettbewerb "M+Eine Zukunft" des Arbeitgeberverbands HESSENMETALL, an dem neun Teams aus Mitgliedsunternehmen, fünf aus Nordhessen, drei aus Mittelhessen und eines aus Rhein-Main-Taunus, teilnahmen. Gesundheit und Digitalisierung waren die großen Themen.

Rahier: "Arbeitswelten und Lebenswelten verschmelzen. Wettbewerbsbeiträge bilden das gut ab."

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Der Jury-Vorsitzende Carsten Rahier (rechts) freute sich mit dem Siegerteam von horizont.

Besonders beeindruckt zeigte sich Carsten Rahier, Juryvorsitzender, geschäftsführender Gesellschafter der sera group und Vorstandsmitglied von HESSENMETALL davon, dass die Wettbewerbsteilnehmer je zur Hälfte Ideen zur Digitalisierung der Prozesse und für den Gesundheitsschutz ihrer Kollegen und Kolleginnen entwickelt haben. In der Kategorie Administration und Personalmanagement siegte das Team der KAMAX GmbH & Co. KG, Homberg (Ohm). In der Kategorie Produktionsablauf und Logistik siegten die Teams der horizont group gmbh, Korbach, und der Pfeiffer Vacuum GmbH, Aßlar.

Sieger in der Kategorie „Administration und Personalmanagement“:

KAMAX GmbH & Co. KG, Homberg (Ohm): Anton Thiel, Florian Engel und Christian Flader mit Ausbilder Jan Frischholz. Inspiriert vom Bau des neuen Aus- und Weiterbildungszentrums wollten die Auszubildenden mit Azubicon jederzeit gebündeltes Wissen für alle Beschäftigten bereitstellen, zum Teilen von Wissen motivieren und Lernunterlagen besser strukturieren. Um eine informative, nutzerfreundliche Plattform zu erstellen lernten sie sogar die Programmiersprachen HTML und CSS.

Die Jury setzte das Team von KAMAX mit dem Innovationsprojekt Azubicon auf Platz 1: einhellig. Überzeugend an diesem Wissensmanagement, zunächst für Besucher entwickelt, später auf Azubis übertragen, ist der Ansatz für eine lernende Organisation, die schrittweise Ausbaufähigkeit der „Wissensblitze“ und ausführliche Standardarbeitsblätter. Startend für das neue Ausbildungszentrum, nachgefragt von vielen Abteilungen, inzwischen ausgerollt in alle 12 Standorte weltweit, also auch international in anderen Sprachen. Beeindruckend waren auch der Fortschritt in der Digitalisierung, das erfasste große Fachwissen, die überzeugende Herleitung und die stimmige Präsentation des Teams. Glückwunsch!

In der Kategorie „Produktionsablauf und Logistik" vergab die Jury zwei Siegerpreise:

An die horizont group in Korbach mit ihrer Einführung von Video Produktbegleitkarten in der Produktion und Pfeiffer Vacuum mit Dauerhafte Überwachung des Kühlschmiermittels von Fertigungsmaschinen.

horizont group gmbh, Korbach: Milena Hilgenberg, Gea Scheele und Nico Tschöke mit Ausbilder Guido Kersting und dem Projekt Einführung von Video Produktbegleitkarten in der Produktion. Produktqualität hat höchste Priorität bei horizont. Um diese gleichbleibend für alle Produkte zu gewährleisten wurden Produktbegleitkarten verwendet. So konnten Arbeitsprozesse standardisiert, Durchlaufzeiten reduziert, Fehler im Produktionsprozess minimiert werden und Beschäftigte flexibler an andere Arbeitsplätze wechseln. Bei der hohen Produktvielfalt, immer schnelleren technischen und strukturellen Veränderungen, aber auch bedingt durch den demografischen Wandel ist es wichtig, den Mitarbeitern solche Produkt begleitenden Informationen in bestmöglicher Qualität anzubieten. Nach Auswertung einer Kosten- Nutzen-Analyse fand das Team den Einsatz von Video-Produktbegleitkarten besser geeignet - und begann mit der Herstellung.

Pfeiffer Vacuum GmbH, Aßlar: die Dual Studierenden Yannick May, Bastian Wagner und Marcel Merkardt. In der Produktion verhindern Kühlschmiermittel zum Beispiel, dass Maschinen heiß laufen oder Späne die zu bearbeitenden Oberflächen beschädigen. Probleme in der Versorgung führen zu Störungen des Produktionsablaufs, Maschinen können nicht weiter produzieren und die Stückkosten steigen. Die durch das Team entwickelte, softwaregestützte Dauerhafte Überwachung des Kühlschmiermittels von Fertigungsmaschinen erhöht Prozesssicherheit und Qualität, senkt die Prozesskosten und verhindert Umweltbelastungen.

horizont überzeugte mit Videoclips für Produktbegleitkarten

Beim Team horizont, das Unternehmen gewann zum vierten Mal in Folge, beeindruckte die elegante Einfachheit die Jury: mit dem Handy aufgenommen – und fertig ist das Produktbegleitvideo. Einfach zu verstehen für alle Nationalitäten. Beim Team Pfeiffer Vacuum beindruckte vor allem die maßgeschneiderte Lösung für dezentrale Kühlmittelprüfung, weil der Markt nur zentrale Optionen bot, die nicht passten. Beide Teams überzeugten durch kristallklare Kosten-Nutzen-Überlegungen, durch gute Vernetzung ins Unternehmen hinein. Glückwunsch!

Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz liegen Nachwuchskräften am Herzen

Juryvorsitzender Carsten Rahier fasste die wichtigsten Einsichten aus dem Wettbewerb zusammen: „Neben zahlreichen Einflussfaktoren lässt sich der weltweite Erfolg der hessischen Metall- und Elektro-Unternehmen an der Leistungsfähigkeit und -bereitschaft unserer Fachkräfte sowie unserer Nachwuchskräfte, die in der dualen Ausbildung heranreifen, festmachen. Dies haben die M+E-Jugendlichen mit ihren Betreuern in diesem Jahr wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Gesundheit und die Sicherheit unserer Menschen am Arbeitsplatz liegen uns in der M+E Industrie sehr am Herzen, um gesund mit Spaß und Freude hervorragende Leistungen zu erbringen. Dabei verschmelzen die Arbeits- und Lebenswelten immer mehr ineinander. Deshalb freuen wir uns, dass auch unsere Nachwuchskräfte dies in Projekten aufgegriffen haben.

Durch die fortschreitende Digitalisierung und die Auswirkungen der Industrie 4.0 werden die M+E-Unternehmen und deren Wertschöpfungsprozesse zunehmend digitaler, um die Kunden noch besser zu bedienen und international wettbewerbsfähig zu bleiben. Es freut uns als Jury, dass unser M+E-Nachwuchs sich auch mit einigen betrieblichen Digitalisierungsprojekten beworben hat. Dies zeigt uns, dass in den M+E-Betrieben die Zukunft mitgestaltet wird. Denn wir hat unser Altbundeskanzler Willy Brandt einmal gesagt: „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.“ Die Jury gratuliert den Siegern, die sich in einem engen Wettbewerb durchgesetzt haben und dankt auch allen Finalisten und Teilnehmer für die hervorragenden Beiträge.“

Die Jury

Die guten Ideen der Auszubildenden, auch neue Wege zu gehen, ernste Themen mit Spaß anzureichern und moderne Kommunikationswege zu nutzen, wurden von den Gästen aus allen Altersgruppen gut angenommen und sind grundsätzlich auf alle M+E-Unternehmen übertragbar: Gesundheitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz können auch Spaß machen. In allen Unternehmensbereichen der Metall- und Elektroindustrie seien zunehmende Maßnahmen auf dem Weg der Digitalisierung erkennbar, fasste Rahier zusammen.

Die Mitglieder der Jury:

• Vorsitzender der Jury: Carsten Rahier, geschäftsführender Gesellschafter der sera GmbH in Immenhausen und Mitglied des Vorstands von HESSENMETALL.
Martina Lenz, Referentin, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen zu Fragen der beruflichen Bildung sowie Programmen für Jugendliche in Berufsorientierung und Ausbildung.
Dr. Christian Lerch, Leiter des Geschäftsfelds Industrielle Innovationsstrategien am Competence Center Politik - Wirtschaft - Innovation, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe
Prof. Dr. rer. nat. Matthias Rehahn, Vizepräsident für Wissens- und Technologietransfer, Alumni und Fundraising, TU Darmstadt
Prof. Dr. Anita Röhm, geschäftsführende Direktorin Wissenschaftliches Zentrum Duales Hochschulstudium, Wetzlar
Sandra Wilhelm, Universität Kassel, Transfer Inkubator - uniinterner Ideenwettbewerb zur Förderung von Unternehmensgründungen sowie Science Park Kassel

Hintergrund

Der Wettbewerb „M+Eine Zukunft“ wird jährlich von HESSENMETALL ausgerichtet, um das Innovationspotential und die Kreativität von hessischen Nachwuchskräften zu fördern und kreative Impulse in die Unternehmen zu tragen. Der Wettbewerb soll Anregung und Ansporn sein, vorgestellte Ideen zu übernehmen und neue zu entwickeln. Denn Ideen sind auch in der hessischen Metall- und Elektro-Industrie die wichtigste Währung der Zukunft.

Bitte richten Sie Ihre Fragen an: Frauke Syring, M.A., Arbeitgeberverband HESSENMETALL Nordhessen

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