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10.04.2019

M+E Jahresmitgliederversammlung: Andreas Brand und Hartmut Brandau neu im Vorstand

Kassel. Auf der diesjährigen Jahresmitgliederversammlung des Arbeitgeberverbandes HESSENMETALL Nordhessen wurden neu in den Vorstand gewählt, Dipl.-Ing. Andreas Brand, Geschäftsführer der Senior Flexonics GmbH in Kassel und Dipl.-Ing. Hartmut Brandau, Geschäftsführer der TROX X-Fans GmbH in Bad Hersfeld. Sie folgten auf Klaus Lingelmann und Steffen Riepe, die zum Jahresende 2018 aus dem Vorstand ausgeschieden waren.

Gastreferent Ralph Goldschmidt: „Arbeit im Wandel – Veränderungsbereitschaft und Vertrauen haben.“

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Von links: Geschäftsführer Jürgen Kümpel, Vorstandsvorsitzender Carsten Rahier, Dr. Hans-Friedrich Breithaupt, Hauke Schuler, Karsten Stückrath, Andreas Brand und Hartmut Brandau

Der Vorstandsvorsitzende Carsten Rahier betonte vor ca. 100 geladenen Gästen aus Wirtschaft und Politik im KulturBahnhof Kassel: „Jedes sechste Metall- und Elektro-Unternehmen (M+E) ist heute bereits stark digitalisiert. Ob Roboter, selbstfahrende Autos oder 3D-Drucker: Technische Innovationen, künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge werden die Industrie in den nächsten Jahren revolutionieren. Die Transformation wird in ihrem Ausmaß, ihrer Komplexität und vor allem in ihrer Dynamik für uns alle neu sein. Die Schnelligkeit, mit der derzeit technologische Durchbrüche erzielt werden, war noch nie so hoch.“

Angesichts der digitalen Transformation forderte Carsten Rahier ein modernes Arbeitszeitrecht, das die Interessen von Arbeitgebern und Beschäftigten gleichermaßen berücksichtigt. „Wir brauchen ein zukunftsfähiges Arbeitszeitrecht, das einen stabilen Rahmen mit Spielräumen und Schutzrechten einräumt. Dabei sollte es der modernen Arbeitswelt entsprechen und von den Sozialpartnern und Betriebsparteien durch Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen branchenspezifisch angepasst werden können.“

Geschäftsführer Jürgen Kümpel ergänzte: „Um attraktive, sichere und wettbewerbsfähige Arbeitsbedingungen zu gewährleisten, müssen Politik und Sozialpartner diese Veränderungsprozesse durch eine konstruktive Rahmensetzung gestalten. Wir müssen agiler, digitalisierter und globalisierter arbeiten. Von entscheidender Bedeutung ist dabei, die Mitarbeiter für alle Transformationsprozesse vorzubereiten und fit zu machen in der neuen ´VUKA- Welt´.“ VUKA steht für Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität.

Daran anknüpfend stellte im Anschluss an die Mitgliederversammlung Gastreferent Ralph Goldschmidt, Trainer und Coach seit 20 Jahren, die bevorstehenden Herausforderungen und Veränderungen in der Arbeitswelt in seinem Vortrag „Arbeit im Wandel. Was tun, wenn alles anders wird?“ dar. In seinem energiegeladenen und tiefsinnigen Vortrag appellierte Goldschmidt mit viel Herzblut an die Geschäftsführer, sich sukzessive von einer Linienhierarchie abzuwenden, weil Hierarchie nicht mit Komplexität einhergehen kann. Goldschmidt betonte: „Auf kultureller Ebene ist es wichtig, eine Vertrauensbasis aufzubauen. Denn: Vertrauen reduziert Komplexität. Hauptemotionen hinter jedem Widerstand sind Sorgen und Ängste. Der Umgang mit diesen Ängsten ist von entscheidender Bedeutung, um bei Mitarbeitern ein `gefühltes Ja´ für Veränderungen zu bekommen. Und genau darauf kommt es an.“

Hintergrund

Der Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen in Nordhessen ist eine von fünf Bezirksgruppen des Arbeitgeberverbandes HESSENMETALL, bei dem 600 Unternehmen mit rund 134.000 Beschäftigten organisiert sind. Die Bezirksgruppe in Nordhessen hat 152 Mitgliedsunternehmen mit über 25.000 Beschäftigten und vertritt diese in den klassischen Feldern des Arbeits- und Sozialrechtes, ist Tarifpartner und betreibt aktive Bildungs- und Gesellschaftspolitik. Die M+E Industrie in Nordhessen bildet ca. 4.000 Jugendliche aus und schließt jährlich knapp 1.300 neue Ausbildungsverträge ab.

Zwölf Branchen sind unter dem Dach der deutschen Metall- und Elektro-Industrie versammelt. Mit rund 4 Millionen Beschäftigten erwirtschaftet die deutsche Metall- und Elektro-Industrie einen Jahresumsatz von einer Billion Euro, bildet rund 200.000 junge Menschen aus und schließt jedes Jahr über 78.000 neue Ausbildungsverträge ab. Die hessische M+E Industrie erwirtschaftet mit 220.000 Beschäftigten und 12.000 Auszubildenden einen Jahresumsatz von 66 Milliarden Euro.

Bitte richten Sie Ihre Fragen an: Frauke Syring, M.A., Arbeitgeberverband HESSENMETALL Nordhessen

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