Hilfsnavigation

30.10.2018

Zu viele Langzeitarbeitslose im Agenturbezirk Kassel. Immer mehr große Familien ohne einen einzigen Erwerbstätigen

Kassel. Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Kassel ist im Oktober 2018 um 164 auf 14.262 gefallen. Doch die Zahl der Langzeitarbeitslosen bewegt sich leider noch immer auf einem Niveau, das nicht akzeptabel ist. Sie machen allein 30 Prozent der Arbeitslosen aus.

Kümpel: Dauerhafter Leistungsbezug ohne Arbeit darf für Kinder kein Lebensmodell werden

Großes Bild anzeigen
Jürgen Kümpel, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V. (VhU) in Nordhessen
"Besondere Sorgen machen uns die Großfamilien mit mehr als fünf Kindern, in denen niemand arbeitet. Das sind in Hessen rund 6.800 und damit über 40 Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. Mindestens ein Elternteil sollte in Arbeit oder, wenn nötig, in eine Maßnahme vermitteln werden. Denn der dauerhafte Leistungsbezug ohne Arbeit darf für Kinder kein Lebensmodell werden“, gibt Jürgen Kümpel, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) in Nordhessen, zu bedenken. Jetzt sei die richtige Zeit für eine Jobcenter-Offensive, um so viele Langzeitarbeitslose wie möglich dauerhaft in Arbeit zu bringen.

ReHa-Maßnahmen zur Wiedereingliederung in Arbeit notwendig

„Mit über 4.200 gemeldeten Arbeitsstellen bietet der Arbeitsmarkt aktuell jede Menge Chancen. Die Jobcenter sollten vor allem größeren Familien in den Blick nehmen, in denen kein Elternteil arbeitet“, sagte Kümpel. Er ergänzte, dass viele Langzeitarbeitslose in Hessen gesundheitlich unterstützt werden müssten. „Eine nach wie vor unbekannte, mutmaßlich aber nennenswerte Zahl der Langzeitarbeitslosen kann aus gesundheitlichen Gründen nur drei, vier oder fünf Stunden täglich arbeiten. Für diese Personen ist die Rückkehr in Arbeit besonders schwer. Deshalb sollten die Jobcenter für Arbeitslose mit gesundheitlichen Einschränkungen wenn nötig Rehabilitations-Maßnahmen einleiten - auch in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern“, erklärte Kümpel.

15 Punkte für weniger Langzeitarbeitslosigkeit in Hessen

In einem Positionspapier hat die VhU ein 15-Punkte-Programm zur Bekämpfung von Arbeitslosigleit in Hessen formuliert. Das Programm kann hier heruntergeladen werden.

Kontakt

Achim Schnyder, Leiter der Pressestelle
Seite zurück Seite drucken