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16.04.2018

Arbeitgeberverband HESSENMETALL Nordhessen wählte Vorstand. Carsten Rahier als Vorsitzender bestätigt.

Kassel. Bei der Mitgliederversammlung des Arbeitgeberverbandes HESSENMETALL Nordhessen im Hotel Gude wurde Dipl.-Wirtsch.-Ing. Carsten Rahier, MBA (Geschäftsführender Gesellschafter der sera Group, Immenhausen), einstimmig für die nächsten vier Jahre zum Vorsitzenden wiedergewählt. Es ist seine dritte Amtsperiode als Vorsitzender.

So setzt sich der Vorstand zusammen:

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v.l.: Geschäftsführer Jürgen Kümpel, Prof. Dr. Jutta Rump, Vorsitzender Carsten Rahier, Steffen Riepe, Dr. Hans-Friedrich Breithaupt, Klaus Lingelmann, Hauke Schuler und Karsten Stückrath.

v.l.: Geschäftsführer Jürgen Kümpel, Prof. Dr. Jutta Rump, Vorsitzender Carsten Rahier, Steffen Riepe, Dr. Hans-Friedrich Breithaupt, Klaus Lingelmann, Hauke Schuler und Karsten Stückrath.

Rahier: "Größte Stellschraube bei Investitionen sind die Arbeitskosten."

Auf der Mitgliederversammlung betonte Vorsitzender Carsten Rahier mit Blick auf die aktuelle wirtschaftliche Lage in der M+E Industrie: „Der Metall- und Elektro-Industrie geht es gut. Sie hat in den kommenden Jahren allerdings einen enormen Strukturwandel zu meistern. An erster Stelle nenne ich die Transformation der Produktion in intelligente Fabriken. Allein am Beispiel der Automobilindustrie wird deutlich, welche Auswirkungen das haben wird. Die Einführung neuer Antriebstechniken wie die Elektromobilität oder die Brennstoffzelle werden erhebliche Investitionen notwendig machen. Ob diese Gelder in Deutschland oder in anderen Ländern investiert werden, ist noch längst nicht klar. Schon heute erfolgen viele Investitionen in Standorte außerhalb von Deutschland. Auch diese haben eine gute Performance, verfügen über schnelle Reaktionszeiten und können wesentlich günstiger produzieren. Die größte Stellschraube sind dabei die Arbeitskosten.“

Vortrag "Digitalisierung und die Konsequenzen jenseits der Technik"

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung referierte Frau Prof. Dr. Jutta Rump (Direktorin Institut für Beschäftigung und Employability) vor über 85 Mitgliedern und Gästen über die "Digitalisierung und die Konsequenzen jenseits der Technik": Kommunizierende Maschinen, autonomes Fahren und künstliche Intelligenz sind für viele die Inbegriffe der Digitalisierung. Digitalisierung reicht jedoch weiter. Sie betrifft nicht nur technische Entwicklungen, sondern verändert massiv die Arbeit des Menschen. Frau Prof. Dr. Rump betonte: „Digitalisierung wird derzeit sehr stark in Zusammenhang mit Technologien, Geschäftsmodellen sowie Prozessen und Strukturen diskutiert. Es wird häufig außer Acht gelassen, dass Digitalisierung auch einer sozialen Transformation bedarf. Dies nennen wir die 4. Dimension der Digitalisierung und wird gern mit Arbeiten 4.0 verbunden.“
In ihrem Vortrag ging Frau Prof. Dr. Rump auch der spannenden Frage nach, welche Auswirkungen die fortschreitende Digitalisierung auf die Arbeitswelt des Menschen hat und welche neuen Herausforderungen sich durch die Digitalisierung für die Beschäftigten ergeben.
Die Expertin unterstrich abschließend: „Ohne kompetente und motivierte Beschäftigte geht es nicht. Wir brauchen Mitarbeiter, die bereit sind, den digitalen Transformationsprozess zu begleiten.“

Hintergrund

Der Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen in Nordhessen ist eine von fünf Bezirksgruppen des Arbeitgeberverbandes HESSENMETALL, bei dem über 530 Unternehmen mit rund 130.000 Beschäftigten organisiert sind. Die Bezirksgruppe in Nordhessen hat 149 Mitgliedsunternehmen mit 24.500 Beschäftigten und vertritt diese in den klassischen Feldern des Arbeits- und Sozialrechtes, ist Tarifpartner und betreibt aktive Bildungs- und Gesellschaftspolitik. Die M+E Industrie in Nordhessen bildet 4.150 Jugendliche aus und schließt jährlich über 1.250 neue Ausbildungsverträge ab. Zwölf Branchen sind unter dem Dach der deutschen Metall- und Elektro-Industrie versammelt. Mit 3,8 Millionen Beschäftigten erwirtschaftet die deutsche Metall- und Elektro-Industrie einen Jahresumsatz von knapp einer Billion Euro, bildet mehr als 270.000 Menschen aus und schließt jedes Jahr ca. 70.400 neue Ausbildungsverträge ab. Die hessische M+E Industrie erwirtschaftet mit 213.000 Beschäftigten und 12.000 Auszubildenden einen Jahresumsatz von 56 Milliarden Euro.

Fragen an

Achim Schnyder, Leiter der Pressestelle
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